Günter & Nicole, 18.Oktober - 9. November 2009

Wir beide sind hier in den Nordosten nach Bo-Thai gekommen, ohne ein bestimmtes Bild davon zu haben, was uns hier erwartet, auf dem Thai-Land, und wie lange wir hier bleiben wollen. Eigenlich nur mit der anfänglichen Absicht bei Martin im Here & Now Taiji zu erlernen und zu üben, sind wir dann für ganze drei Wochen mitten in einem Dorf mit freundlichen Leuten gelandet, fernab von Highlights aus den Reiseführern und gefälligen Touristenorten. Umgeben von Hügeln und Reisfeldern und ein paar verstreuten Häusern rundherum, zwei Shops fürs Notwendigste und einem netten Bürgermeister, der uns am zweiten Tag beim Vorbeifahren sofort auf ein Bier eingeladen hat, konnten wir hier in das richtige Thailand hineinschnuppern und kennenlernen, wie die meisten Menschen hier auf dem Land leben.

Ich, Günter, habe vor mehreren Jahren längere Zeit die 24er Pekingform gelernt und praktiziert, hatte also schon ein wenig Erfahrung, im Gegensatz zu Nicole, die gänzlich Neuling war. Wir beide waren überrascht und begeistert, wie einfach und natürlich Martin uns die Grundlagen des Taijis von William C.C. Chen vermittelte, welches sich durch kleine, kompakte Bewegungen auszeichnet und – so glauben wir - die Herkunft des Taiji’s aus den asiatischen Kampfkünsten besonders spürbar macht.

Vor allem liegt der Schwerpunkt in seinem Teaching nicht auf dem Erlernen und reproduzieren können der Choreografie, sondern im Verstehen lernen der EIGENEN Körpermechanik und im Hineinspüren in den Energiefluss. Das machte auch das Behalten der einzelnen Bewegungsabfolgen recht einfach und wir konnten in dieser Zeit sogar die ersten zwanzig Bilder komplett einstudieren.

Die mechanischen „Komponenten“ wie: Becken und Oberkörper entspannen, Zentrieren, Gewichtsverlagerung bei den Bewegungen, das Sinken, der Push und die Atmung wurden anhand der Einzelbewegungen immer wieder geübt und koordiniert und fügten sich im Laufe der Zeit immer harmonischer zusammen. Wir bekamen nach den drei Wochen langsam eine wirkliche Vorstellung und inneres Erlebnis davon, was Taiji bedeutet.

Die einzige Gefahr, welche während dem gesamten Trainings mit Martin immer auf uns lauerte, war jene, dass die unglaublichen Kochkünste von Ron, der thailändischen Frau von Martin, uns dazu anhielten, ausgiebiger zu essen als beabsichtigt. Gross-artiges Thaifood! Eine kleine Ruhe- und Verdauungspause, unter schattigem Dach, mit herrlichem Panoramablick von Rons und Martins Terrasse, auf der übrigens auch geübt wird, ist eine ausgezeichnete Waffe gegen diese zusätzliche Herausforderung.

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